Entbündelung des Übertragungsnetzes

Beim Übertragungsnetz handelt es sich um die Höchstspannungsleitungen für den Stromtransport über grosse Distanzen, die meist mit einer Spannung von 220 oder 380 kV betrieben werden.  Ein Kernpunkt der Liberalisierung des Schweizer Strommarktes stellt die Entbündelung des Übertragungsnetzes dar. Bei der Entbündelung werden das Eigentum und der Betrieb des Übertragungsnetzes von den anderen Geschäftstätigkeiten wie Verteilnetz, Stromproduktion und -handel entflechtet. Damit die diskriminierungsfreie Nutzung des Übertragungsnetzes sichergestellt.

Die Entflechtung des Übertragungsnetzes erfolgte in folgenden Schritten:

  1. Buchhalterische Entflechtung des Netzbetriebs und -eigentums von den übrigen Aktivitäten.
  2. Rechtliche Entflechtung des Übertragungsnetzes, beispielsweise durch Auslagerung des Netzes in eine separate Tochtergesellschaft.
  3. Überführung des Netzeigentums auf die nationale Netzgesellschaft Swissgrid.

Anfang 2013 wurde ein Grossteil des Übertragungsnetzes an die Swissgrid übertragen. In den Folgejahren folgten weitere Bestandteile des Übertragungsnetzes.

Die ElCom hat den Überführungsprozess schon früh begleitet und wird im Rahmen der Aufsicht über die Versorgungssicherheit die Entwicklungen im Übertragungsnetz auch weiterhin verfolgen.

https://www.elcom.admin.ch/content/elcom/de/home/themen/entbuendelung-uebertragungsnetz.html